Leo Grossmann, damals 14-jähriger Schüler aus Lörrach, gewann mit seiner Entwicklung eines intelligenten Fahrradschlosses den Sonderpreis des shareBW Wettbewerbes. | Foto: pr/oef

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Im Alemannischen nennt man einen kreativ begabten jungen Menschen bewundernd „Käpsele“. Gäbe es mehr „Käpseles“ bei uns, die schon im Schulalter einen ausgeprägten technisch-mathematischen Forscherdrang ausleben, könnte das Land beruhigt in die Zukunft schauen. Und gäbe es mehr engagierte Einrichtungen wie das phaenovum Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck, könnten aus noch viel mehr Kindern und Jugendlichen „Käpseles“ werden.

Ein Mitglied von phaenovum ist Leo Grossmann. Der Deutsch-Amerikaner ist ein solcher, im positiven Sinn vom Forschen, Bauen und Tüfteln besessener Jugendlicher. Mit seiner Einreichung des Prototyps eines intelligenten Fahrradschlosses beim shareBW-Wettbewerb hat der Schüler im vergangenen Jahr die Jury dermaßen beeindruckt, dass sie dem phaenovum Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck eine mit 4 000 Euro dotierte Sonderauszeichnung zusprach. Dem jungen Erfinder und seinen Mitschülern wollte man so ermöglichen, solch pfiffige Ideen Wirklichkeit werden zu lassen.

Kreativ ohne Unterrichtsdruck

„In unserem Schülerforschungszentrum geben wir interessierten, hoch motivierten und talentierten Schülern die Möglichkeit, sich ohne Unterrichtsdruck und starren Lehrplan kreativ zu entfalten und interdisziplinär selbstständig zu forschen“, erklärt Helga Martin, Geschäftsführerin von phaenovum. Ziel sei es, Begeisterung und Spaß an Naturwissenschaften und Technik frühzeitig zu wecken und zu wissenschaftlichen Abenteuern anzuspornen. Das kommt bei den Kindern und Jugendlichen an: Rund 1 300 „Käpseles“ beteiligten sich im Schuljahr 2016/2017 an 49 Kursen und Seminaren. 13 Projekte nahmen am Jugend forscht-Regionalwettbewerb 2018 teil.

15-Jähriger sucht die Innovation

Als „One-Man-Show“ entwickelte, programmierte und baute Leo Grossmann dieses Rahmenschloss, um, wie der heute 15-Jährige sagt, „vielleicht ein bisschen Innovation in den Markt zu bringen“. Gesteuert wird das Schloss mit dem Smartphone: Unter Zuhilfenahme einer App wird es auf- und abgeschlossen und somit für einen Share- und Verleihbetrieb interessant. Auf diese Idee kam Leo, der mit seiner Familie schon viel und weit in der Welt umher kam, in China, in London und in Boston. Dort gibt es unzählige Fahrradverleihe, erzählt der junge Erfinder, die würden aber allesamt furchtbar billige Räder verleihen, die dann irgendwo rumlägen.

Gut geeignet für Städte ohne Fahrradverleih

„Es macht doch im Sinn der Umwelt viel mehr Sinn, bereits vorhandene hochwertige Fahrräder mit meinem Schloss auszurüsten und in den Verleih zu bringen“, ist Leo Grossmann überzeugt. Gut würde dieses System sich auch für kleinere Städte eignen, in denen es keinen Fahrradverleih gäbe. Und das Fahrradschloss könne noch viel mehr, erzählt der Nachwuchserfinder begeistert: „Es gibt eine Alarmanlage, die das Handy aktiviert, wenn das Rad von Dieben bewegt wird.“

Das Ziel: Den Alltag der Menschen erleichtern

Warum war gerade ein Fahrradschloss Ziel seiner tüftelnden Leidenschaft? „Ich will meinen Mitmenschen den Tag erleichtern“, äußert sich Leo bescheiden, um im gleichen Atemzug zu sagen: „Viele nehmen mich noch nicht ernst, aber sehen immerhin das Potenzial meines Schlosses.“ Das wird sich freilich ganz schnell ändern. Der Preis von shareBW ist nicht sein einziger und wird nicht sein letzter bleiben. Wie so oft: Ideen fallen nicht weit vom Stamm. Die Liebe zur Technik legte dem kleinen Leo bereits in Boston der Vater in die Wiege, der damals als Wissenschaftler am weltberühmten MIT forschte. „Er hat mich heimlich zu Kursen und Workshops mitgenommen“, verrät Leo. „Schon damals habe ich als Kind das Programmieren gelernt. Toll fand der kleine Forscher schon zu jener Zeit „eine Idee zur Vollendung zu bringen. Und das ist nur in der Technik möglich.“

Das nächste Projekt ist schon fertig

Zur Vollendung gebracht hat Leo zusammen mit zwei weiteren pfiffigen jungen Mitgliedern von phaenovum bereits ein nächstes Projekt: Ein einfach zu bedienender, intelligenter Medikamentenspender, der, wie er selbstbewusst sagt, Menschenleben retten könne. „Wir glauben an dieses Projekt und betreiben es mit allem Ernst bis zum Gebrauchsmuster“, kündigt der 15-Jährige an. Eines hat das Trio mit dieser Lösung bereits geschafft: Als Preis für ihre Einreichung bei „Jugend forscht“ dürfen sie diese Entwicklung bei der nächsten Nobelpreisträgertagung in Lindau zeigen. Wahre „Käpseles“ wachsen bei phaenovum im Dreiländereck. Von Matthias Schöffl